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Efeutute-Sorten bestimmen: Marble Queen, N'Joy, Pearls and Jade, Manjula und mehr

Veröffentlicht · 9 Min. Lesezeit

Um eine Efeutute-Sorte zu bestimmen, achte auf drei Dinge: die Farbe der Panaschierung (gelb, weiß, creme oder keine), ihr Muster (Streifen, Marmorierung, scharf abgegrenzte Flecken oder winzige Sprenkel) und das Blatt selbst (Größe, Form und ob die Oberfläche flach oder gewellt ist). ‘Golden’ hat gelbe Streifen, ‘Marble Queen’ weiße Marmorierung, ‘N’Joy’ scharfe grüne Flecken auf Weiß, ‘Pearls and Jade’ weiße, graue und grüne Sprenkel auf einem gewellten Blatt, und ‘Neon’ und ‘Jade’ haben gar keine Panaschierung. Die Tabelle unten stellt alle Sorten nebeneinander.

Etiketten an Efeututen (im Handel meist „Pothos“ genannt) sind oft vage oder falsch, und mehrere Sorten sehen im kleinen Gärtnereitopf fast identisch aus. Alles hier stammt von Beratungsstellen, universitären Sortenbeschreibungen und den US-Pflanzenpatenten, die jede Sorte beschreiben. Ein paar beliebte Namen fehlen, weil keine verlässliche Quelle sie beschreibt. Mehr dazu weiter unten.

Efeutute-Sorten im Überblick

SorteFarbe der PanaschierungMusterBlattBestes Erkennungszeichen
‘Golden’Gelb und Cremeweiß auf Dunkelgrünunregelmäßige Streifen, Striche und Spritzernormal herzförmiggelbe statt weißer Panaschierung
‘Marble Queen’Weiß auf Grünmarmoriert; Stängel ebenfalls marmoriertgrößer, laut UF/IFAS etwa 12 × 8 cmWeiß durch das Grün gewirbelt, auf Blättern und Stängeln
‘Snow Queen’Weiß auf Grünstarke Panaschierungnormalwirkt insgesamt weißer als ‘Marble Queen’
‘N’Joy’ (‘NJOY’)grüne Flecken auf Creme bis Weißscharf abgegrenzte Flecken, oft einer auf jeder Seite der Mittelrippeklein, breit, eiförmig; glatt und wachsartigsauber umrandete Flecken, sehr kurze Internodien
‘Pearls and Jade’Weiß, Grau und GrünSprenkel, Flecken und Streifen, von Pünktchen unter 1 mm bis zu großen Flächenklein, 7–8 × 4–5 cm; gewellte, unebene Oberflächedrei Farben, buckliges Blatt, leicht gestreifte Triebe
‘Manjula’ (‘HANSOTI14’)Grün- und Gelbgrüntöne (laut Patentbeschreibung)marmoriert und geflecktbreit eiförmig bis dreieckig, gewellt, oft nach oben gefaltetkompakter Hügel; hell gelbgrüner Blattstiel mit einem grünen Streifen
‘Global Green’gelbgrüne Flecken auf Olivgrünzweifarbige, mittig liegende Panaschierungmittelgroß, eiförmig mit spitzer Spitzenur Grüntöne, kein Weiß oder Gelb
‘Neon’keineeinfarbig leuchtendes Chartreusenormalgleichmäßiges Neon-Gelbgrün
‘Jade’keineeinfarbig dunkelgrünnormalschlicht grün, am besten bei wenig Licht
‘Cebu Blue’keineeinfarbig blaugrünklein, schmal, lanzettlichandere Art (Epipremnum pinnatum)

Quellen: NC State Extension (‘Golden’, ‘Marble Queen’, ‘Snow Queen’, ‘Neon’, ‘Jade’, ‘Cebu Blue’), UF/IFAS EP151 und EP441 (‘Golden’, ‘Marble Queen’, ‘Jade’, ‘Neon’, ‘Pearls and Jade’) sowie die US-Pflanzenpatente für ‘NJOY’, ‘UFM12’, ‘HANSOTI14’ und ‘Global Green’.

Wie unterscheidest du die Efeututen Marble Queen und Snow Queen?

Das ist das Paar, das am häufigsten verwechselt wird, denn beide haben grüne Blätter mit weißer Panaschierung.

  • ‘Marble Queen’ hat laut NC State Extension weiß marmorierte Blätter und Stängel. UF/IFAS beschreibt ihre Blätter als ausschließlich weiß marmoriert, ohne Gelb. Sie ist eine der vier klassischen Efeutute-Sorten, und mehrere neuere Sorten wurden aus ihr selektiert.
  • ‘Snow Queen’ beschreibt NC State Extension als stark grün-weiß panaschiert. Der praktische Unterschied ist das Verhältnis: Bei ‘Snow Queen’ nimmt das Weiß spürbar mehr vom Blatt ein.

Hier enden die verlässlichen Informationen. Für keine der beiden Sorten gibt es ein veröffentlichtes Patent oder eine universitäre Sortenbeschreibung mit Details, es gibt also kein messbares Merkmal, das an einem einzelnen Blatt entscheidet. Beurteile die ganze Pflanze, nicht ein Blatt: Die Panaschierung schwankt bei jeder Efeutute von Blatt zu Blatt, und der Unterschied zwischen diesen beiden ist einer des Grades.

Wie unterscheidest du N’Joy, Pearls and Jade und Glacier?

Alle drei Namen tauchen bei kleinen, weiß panaschierten Efeututen auf, aber nur zwei davon sind gut dokumentiert.

‘N’Joy’ ist als ‘NJOY’ registriert (US-Pflanzenpatent 19,965) und wird auch als Beautifall® ‘Njoy’ verkauft. Ashish Arvind Hansoti fand sie 2002 als Zweigmutation in einem Gewächshaus bei Mumbai, unter ausgewählten Klonen von ‘Marble Queen’. Das Patent beschreibt:

  • kleine, breite, überwiegend eiförmige Blätter, etwa 5,6 × 4,1 cm,
  • eine glatte, wachsartige Blattoberseite,
  • grüne Flecken in vielen Schattierungen auf cremefarbenem bis weißem Grund,
  • einen charakteristischen grünen Fleck unterschiedlicher Größe auf jeder Seite der Mittelrippe,
  • sehr kurze Internodien und kompakten Wuchs.

‘Pearls and Jade’ ist die Sorte ‘UFM12’ der University of Florida (US-Pflanzenpatent 21,217). Richard Henny und Jianjun Chen vom UF/IFAS-Forschungszentrum in Apopka selektierten sie als Mutation aus ‘Marble Queen’-Pflanzen, die mit Gammastrahlung behandelt worden waren. UF/IFAS und das Patent beschreiben:

  • kleine Blätter, 7–8 cm lang und 4–5 cm breit,
  • drei Farben, Weiß, Grau und Grün, in unregelmäßigen Flecken, Tupfen und Streifen, von Pünktchen unter 1 mm bis zu Flecken, die über die Hälfte des Blatts bedecken,
  • eine unregelmäßig gewellte statt glatte Blattoberfläche,
  • Triebe und Blattstiele mit leichten, abwechselnden graugrünen Streifen dort, wo sie mehr Licht bekommen.

Der Schnelltest lautet also: Glattes Blatt mit sauberen grünen Flecken auf Weiß bedeutet N’Joy. Gewelltes Blatt mit grauen und weißen Sprenkeln bedeutet Pearls and Jade.

‘Glacier’ wird oft in einem Atemzug mit diesen beiden genannt, wir haben dafür aber weder ein Patent noch eine universitäre Sortenbeschreibung oder eine Beschreibung einer Beratungsstelle gefunden. Statt unbestätigte Merkmale aus Shopanzeigen zu wiederholen, haben wir sie aus der Tabelle gelassen. Wird eine Pflanze als ‘Glacier’ verkauft, frag den Verkäufer, woher sie stammt.

Wie unterscheidest du Manjula von Marble Queen?

Beide sind hell panaschiert, aber Blattform und Wuchs unterscheiden sich.

‘Manjula’ ist der Handelsname der patentierten Sorte ‘HANSOTI14’ (US-Pflanzenpatent 27,117). Costa Farms führt beide Namen auf seiner Patentseite zusammen. Derselbe Züchter fand sie 2010, ebenfalls bei Mumbai. Das Patent beschreibt:

  • mittelgroße, breit eiförmige bis breit dreieckige Blätter, etwa 8,5 × 6,5 cm,
  • ein mäßig gewelltes Blatt, das oft nach oben gefaltet ist, statt flach zu liegen,
  • Marmorierung und Flecken in mehreren Grün- und Gelbgrüntönen,
  • kräftige, hell gelbgrüne Blattstiele mit einem einzelnen grünen Streifen,
  • einen in der Jugend hügelförmigen Wuchs, der erst mit dem Alter hängt, und langsames Wachstum.

‘Marble Queen’ hat flachere Blätter, weiße Marmorierung auf Blättern und Stängeln und einen längeren, hängenden Wuchs. Bildet die Pflanze einen dichten Hügel und rollen sich die Blattränder nach oben, passt ‘Manjula’ besser. Das Patent vergleicht ‘Manjula’ auch mit ‘NJOY’ und ‘Pearls and Jade’: Sie hat größere Blätter als beide und eine andere Blattform, ein anderes Panaschierungsmuster als ‘NJOY’ und mehr Panaschierung pro Blatt als ‘Pearls and Jade’.

Golden, Neon, Jade und Global Green: die Efeututen ohne Weiß

‘Golden’ ist die klassische Efeutute. UF/IFAS beschreibt dunkelgrüne Blätter, die reichlich, aber unregelmäßig mit gelben und cremeweißen Streifen, Strichen und Spritzern panaschiert sind. Die RHS nennt sie das am weitesten verbreitete Epipremnum. Ist die Panaschierung gelb statt weiß, fang hier an.

‘Neon’ hat keine Panaschierung. UF/IFAS beschreibt ihre Blätter als leuchtend chartreusegrün. Der Herzblatt-Philodendron ‘Lemon Lime’ sieht sehr ähnlich aus, prüf also den Blattstiel. Wie das geht, zeigt unser Ratgeber Efeutute oder Philodendron.

‘Jade’ ist einfarbig grün. UF/IFAS nennt sie gleichmäßig dunkelgrün, und NC State Extension merkt an, dass sie mit wenig Licht gut zurechtkommt.

‘Global Green’ (US-Pflanzenpatent 33,530) wurde 2016 in einer Gärtnerei in Aichi, Japan, gefunden. Ihr Patent beschreibt zweifarbige Blätter: gelbgrüne Flecken auf jeder Seite der Mittelrippe auf olivgrünem Grund, auf mittelgroßen, eiförmigen Blättern mit spitzer Spitze. Weiß oder Gelb kommt nicht vor, und das unterscheidet sie von ‘Golden’.

Ist Cebu Blue eine Efeutute?

Im Pflanzenhandel ja. Botanisch ist sie eine andere Art. NC State Extension führt ‘Cebu Blue’ unter Epipremnum pinnatum und beschreibt kleine, schmale, lanzettliche, blaugrüne Blätter. Mit einem Stab oder einer Stütze zum Klettern reifen die Blätter und bilden Schlitze wie die Wildart. Ihr schmales blaugrünes Blatt sieht dem herzförmigen Blatt von E. aureum überhaupt nicht ähnlich, sie ist also leicht zu erkennen.

Ein Hinweis zu den Namen: Die Einordnung der Efeutute selbst ist nicht vollständig geklärt. Die RHS führt die Goldene Efeutute als Epipremnum pinnatum ‘Aureum’, und auch die Patente für ‘NJOY’ und ‘Manjula’ verwenden E. pinnatum. UF/IFAS, NC State Extension und die Patente für ‘Pearls and Jade’ und ‘Global Green’ verwenden E. aureum, ebenso wie unser Porträt der Efeutute. Für die Sortenbestimmung zu Hause ändert das nichts.

Woher kommen neue Efeutute-Sorten?

Nicht aus Kreuzungen. UF/IFAS erklärt, dass die Efeutute selbst am Naturstandort selten blüht und im Gewächshaus oder im Zimmer gar nicht, deshalb sind keine gekreuzten Efeutute-Sorten bekannt. Jede Sorte in diesem Artikel begann als Mutation. ‘NJOY’ und ‘Manjula’ entstanden als natürliche Zweigmutationen, ‘Global Green’ als natürlich aufgetretene Mutation und ‘Pearls and Jade’ als durch Strahlung ausgelöste Mutation. Anschließend werden sie über Stecklinge vermehrt, wodurch die Pflanzen sortenecht bleiben.

Warum brauchen panaschierte Efeututen mehr Licht?

Es läuft auf Chlorophyll hinaus, das grüne Pigment, das Lichtenergie für die Fotosynthese einfängt. Die RHS weist darauf hin, dass rein grüne Triebe mehr Chlorophyll enthalten als panaschierte und deshalb kräftiger wachsen. Eine panaschierte Efeutute hat weniger grüne Fläche, um sich zu ernähren, also muss das Licht, das sie bekommt, auch wirklich ankommen.

UF/IFAS beschreibt, was in der Praxis passiert. Die Efeutute übersteht Licht bis hinunter zu etwa 540 Lux, aber neue Blätter bleiben klein, und panaschierte Sorten verlieren ihre Farbe. Ab etwa 1.600 Lux bleiben Farbe und Blattgröße erhalten. Auch die RHS sagt, dass zu wenig Licht dazu führen kann, dass das Laub seine Panaschierung verliert und die Pflanze schlecht wächst. ‘Pearls and Jade’ behielt in Versuchen von UF/IFAS drei Monate lang bei etwa 1.100 Lux ihre Farbe, aber das ist eine Sorte in einem Versuch.

Mehr Licht heißt nicht direkte Sonne. UF/IFAS nennt verbrannte Stellen, die sich auf die panaschierten Bereiche beschränken, als Zeichen für zu viel Licht oder Hitze, und beschädigte Blätter erholen sich nicht. Die RHS empfiehlt ein Ost- oder Westfenster oder ein Südfenster hinter einem dünnen Vorhang.

Warum schlägt die Panaschierung zurück und was kannst du tun?

Die RHS erklärt, dass panaschierte Sorten aus einem Sport, also einer Mutation, einer grünen Pflanze selektiert werden und diese Mutationen nicht immer stabil sind. Ein Trieb kann zu reinem Grün zurückschlagen. Weil er mehr Chlorophyll enthält, ist er wüchsiger und kann irgendwann die ganze Pflanze übernehmen. Schneide zurückgeschlagene Triebe bis zu einem Blatt zurück, das noch panaschiert ist.

UF/IFAS ergänzt, dass neue Blätter ohne Panaschierung auch auf wenig Licht, Magnesiummangel oder zu wenig Dünger hindeuten können. Schließ diese Ursachen zuerst aus. Die ausführliche Erklärung zu Chimären, rein weißen Trieben und der richtigen Schnittstelle findest du in unserem Ratgeber zum Rückschlag der Panaschierung.

An der Giftigkeit ändert die Panaschierung nichts. Die ASPCA führt die Goldene Efeutute als giftig für Katzen und Hunde, weil sie unlösliche Calciumoxalate enthält.

Im Spiel

In Rare Leaf Tycoon ziehst du die Efeutute ‘Marble Queen’. Das Pflanzen ist vereinfacht und Pflanzen sterben nie, aber genau wie bei echten Stecklingen erfährst du erst beim Aufdecken, ob ein neues Blatt grün, instabil, stabil oder selten ist.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen den Efeututen Marble Queen und Snow Queen?

Beide haben grüne Blätter mit weißer Panaschierung. NC State Extension beschreibt 'Snow Queen' als stark grün-weiß panaschiert, daher wirkt sie insgesamt deutlich weißer als 'Marble Queen', bei der das Weiß auf Blättern und Stängeln durch das Grün marmoriert ist.

Wie unterscheidet man N'Joy von Pearls and Jade?

Achte auf Blattoberfläche und Farben. Laut Patent hat 'NJOY' glatte, wachsartige Blätter mit scharf abgegrenzten grünen Flecken auf cremefarbenem bis weißem Grund. 'Pearls and Jade' hat gewellte, unebene Blattflächen und drei Farben (Weiß, Grau und Grün) in kleinen Sprenkeln, Flecken und Streifen sowie leicht gestreifte Triebe.

Ist Manjula dasselbe wie Marble Queen?

Nein. 'Manjula' ist der Handelsname der patentierten Sorte 'HANSOTI14', einer kompakten Pflanze mit breiten, gewellten, oft nach oben gefalteten Blättern. 'Marble Queen' ist eine ältere, nicht patentierte Sorte mit größeren, flacheren Blättern und weiß marmorierten Stängeln.

Ist Cebu Blue eine Efeutute?

Sie wird als Efeutute verkauft, aber NC State Extension führt 'Cebu Blue' unter *Epipremnum pinnatum*, nicht unter *Epipremnum aureum*. Sie hat kleine, schmale, lanzettliche, blaugrüne Blätter ohne Panaschierung.

Welche Efeutute-Sorte kommt am besten mit wenig Licht klar?

Die rein grüne 'Jade'. NC State Extension bezeichnet sie als hervorragend bei wenig Licht. Panaschierte Sorten brauchen mehr Licht, denn UF/IFAS stellte fest, dass bei sehr wenig Licht neue Blätter klein bleiben und panaschierte Sorten ihre Farbe verlieren.

Warum wird meine panaschierte Efeutute grün?

Meist wegen zu wenig Licht oder eines zurückgeschlagenen Triebs. Die RHS erklärt, dass rein grüne Triebe mehr Chlorophyll enthalten, kräftiger wachsen und die Oberhand gewinnen können; schneide sie deshalb bis zu einem Blatt zurück, das noch panaschiert ist.